Wir wollen nach Dubai fahren!

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Hallo Sportsfreunde, hallo Handballfreunde, hallo Fans der 3. Herren!
Bevor jetzt wieder jemand sagt, na, hat er wieder die Abgabetermine verpasst?! Nein, hat er nicht, es gab nur in der Sommerpause nicht viel zu. Was ist passiert?

Wir haben die Sommerpause gut überstanden mit Fußball am Eiderheim und so, es waren alle im wohlverdientem Urlaub und sind heil und voll motiviert zurück.
Apropos zurück, das Handballleben hat uns wieder, die Saison 2010 – 2011 ist gestartet. Wir haben nicht verlernt Handball zu spielen, aber unsere Taktik hat sich geändert. Während wir früher immer die erste Halbzeit gut gespielt haben und teilweise in der zweiten Halbzeit eingebrochen sind, machen wir es jetzt andersrum. Das erste Spiel z. B. vor der Halbzeit mit 5 Toren zurückgelegen und mit 3 Toren Rückstand in die Halbzeit, und dann... Tor um Tor aufgeholt und zum Schluss mit 20:18 gegen SG. Friedrichsort- Schilksee III zu gewinnen. Absolut tolle Mannschaftsleistung, mit Biss und Herz.
Kleiner Wehrmutstropfen bei der Begegnung waren allerdings die "bösen" Worte, die die Friedrichsorter über uns, in ihrem Handballblatt, das überall in der Halle auslag, schrieben.
Aber na ja, wir brauchten keine bösen Worte, wir ließen Taten sprechen. Danke unseren Fans, die uns wiedermal lautstark unterstützt haben.

So, nun wieder zu etwas Schönerem, unsere Mannschaftsfahrt stand an und wie alle 2 Jahre, wusste wieder keiner wo es hinging. Sehr erfreulich, dass diesmal alle 24 Spieler zugesagt haben. Das denn doch 2 Spieler, kurz vor der Fahrt absagen mussten, ist zwar traurig, aber selbst 22 Spieler unter einen Hut zu bekommen ist schon toll, oder?
Es ging los am Freitag, den 24. September um 5.21 Uhr auf dem Kieler Hauptbahnhof. Bis dato wussten wir nur, dass wir 972 km fahren würden und festes Schuhwerk, wer hat Multifunktionsunterwäsche und keine Fremdwährung mitnehmen sollten. Im Grunde nicht viel.

 

Dann in Kiel abgefahren, gab es die Reiseunterlagen. Österreich, Ötztal zum Wildwasser Rafting, erstes Umsteigen in HH Hauptbahnhof (eigentlich). Das die Tour komplett durchgeplant war, brauche ich wohl nicht zu erwähnen.
Warum wir allerdings in HH Dammtor ausstiegen, weiß ich im Nachhinein auch nicht, vielleicht weil einige meinten, dass dieser Bahnhof kleiner und übersichtlicher ist. Doof war nur, dass unser Anschlusszug nicht von Dammtor fuhr und wir nun den vom Hauptbahnhof fahrenden Zug bzw. ICE verpasst hatten.
Wolle, unser Reisewart Forever, kam ganz schön ins Schwitzen. Es hätte sein können, dass alle die Fahrt im ICE, der 1 Stunde später fuhr, nachzahlen mussten, was hieß: 22 x 139,- € = 3058,- € , harter Tobak. Im ICE hat Wolle sich gleich die Zugbegleiterin geschnappt, erklärt wie blöd wir doch wären und ihr mit Engelszungen einen Deal abgerungen.
4 Mann mussten nachzahlen und dann war es gut. Puh, na Gott sei Dank! Also, noch mal einen Dank an die nette Zugbegleiterin, die Gnade vor Recht ergehen ließ.

 

So, nun aber, unsere Reise konnte beginnen, oder auch doch nicht?!
Unser erstes Highlight sollte in München auf dem Oktoberfest sein, wo wir eigentlich einen Tisch im Hofbräuzelt reserviert hatten, dann aber auch doch nicht, wir waren ja mit 1 Stunde Verspätung dort. So mussten wir uns dann einen Tisch erkämpfen und mehr oder weniger zwischen Tür und Angel unser Maß Bier trinken und unser Händel essen.
Ich weiß für mich, dass ich es nicht noch mal haben muss, einmal gesehen und gut, zumal es auch alles und ich meine alles, sehr unfreundlich ablief. Da lobe ich mir das Bayernzelt auf der Kieler Woche. Nach 4 Stunden war der Spuk dann vorbei, wir wieder rein in den Zug und auf zum Zielort (Sautens, Ötztal). Dort angekommen, mittlerweile war es 21.30 Uhr (wir waren alle nach fast 17 Stunden doch ziemlich kaputt), gab es noch eine Brotzeit, 1-2 Bier und ab ins Bett.

 

Am nächsten Morgen nach dem Frühstück ging es dann los zur Raftingtour. Also, alle im Gänsemarsch durch den kleiner Ort Sautens, es war übrigens ein grauer Tag, mit leichtem Niesel- Fiesel -Regen. Beim Rafting Ausrichter bekamen wir dann erste Anweisungen und einen Neopren Anzug nebst Helm und Schwimmweste. Wieso Schwimmweste? Habt ihr keine Boote? Wir sahen aus wie.......
Dann stiegen wir in den bereitgestellten Bus, der uns in einer dreiviertel Stunde ca. 20 – 25 km Flussaufwärts brachte. Dort angekommen warteten dann schon unsere Scouts mit den Booten. Wieder gab es Anweisungen und wir machten noch ein paar Trockenübungen, danach hieß es alle Mann in die Boote. Insgesamt waren wir und noch zwei weitere Gruppen dort, sodass wir mit 4 Booten unterwegs waren und dann hieß es: "Hier wird gerudert und nicht geschludert".
Die Tour natürlich flussabwärts, dauerte 2,5 Std., für einige viel zu kurz und mit allem, was wir uns sicher in unseren kühnsten Träumen nicht vorgestellt hatten. In Kürze, eine absolute Gaudi, mit Stromschnellen und jede Menge Wasser im Boot, im Gesicht und an Stellen wo wir es nicht erwartet hätten.
Alles in Allem eine super tolle Tour, die ich jedem nur empfehlen kann und die relativ erschwinglich ist. Zurück in der Pension gab es dann ein tolles Grillen und ein paar kleine Drinks.
Am Sonntag, unser Rückreisetag, wurde noch eine kleine Bergtour sowie eine Besichtigung einer Obstlerbrennerei angeboten, so teilte sich die Gruppe auf, einige gingen auf den Berg, die anderen in die Brennerei.
Jetzt wurde es Zeit für den Rückreise- Marathon, aber das kennt ja jeder, der weiter weg in den Urlaub fährt, wenn man zum Zielort viele Kilometer hinreist, dann muss man irgendwann die gleiche Anzahl an km wieder zurück.
Trotz der Reisestrapazen war es wiedermal eine tolle Tour und deshalb von mir, im Namen aller: DANKE WOLLE!!!!!
In diesem Sinne Tschüß bis zum nächsten Mal.

Euer Michael Jessen

 
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